Die letzte Fototour des Jahres ist traditionell immer zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester. Die Hoffnung ist, dass es in der Zeit nach den Vorbereitungen f√ľr Weihnachten und dann nach den Anstrengungen der Festtage wieder etwas ruhiger zugeht. Diesmal war nur die Ulrike mit auf Tour; offensichtlich war der Weihnachtsstress doch noch nicht ganz vorbei. Aber wir hatten uns zu zweit nun mit viel Ruhe dem Thema Nachtfotografie widmen k√∂nnen.

 

Bilder von Wilhelm Kleinöder

Die letzte Fototour des Jahres ist traditionell immer zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester. Die Hoffnung ist, dass es in der Zeit nach den Vorbereitungen f√ľr Weihnachten und dann nach den Anstrengungen der Festtage wieder etwas ruhiger zugeht. Diesmal war nur die Ulrike mit auf Tour; offensichtlich war der Weihnachtsstress doch noch nicht ganz vorbei. Aber wir hatten uns zu zweit nun mit viel Ruhe dem Thema Nachtfotografie widmen k√∂nnen. Ausger√ľstet waren wir nat√ľrlich mit jeweils einem stabilen Stativ aus Carbon; das ist nicht nur leichter zu tragen, sondern bei der K√§lte (um die Null Grad Celsius) auch angenehmer f√ľr die Finger. Ich hatte meine Sony Alpha 99 II im Einsatz (Vollformat) zusammen mit dem Tamron 28 ‚Äď 300 mm Zoomobjektiv. Den Zoombereich habe ich nur ganz wenig gebraucht. Manches Mal h√§tte ich mich mehr Weitwinkel gew√ľnscht; das war jedoch nicht in meinem Rucksack. Ersatzweise habe ich deshalb zweimal ein vertikales Panorama mit zwei Aufnahmen √ľbereinander gemacht, die ich am Computer zusammen gesetzt habe. Das ist in der Nacht nicht ganz einfach, weil ja die Belichtungszeiten lang werden und ich dann die Sekunden im Gedanken mitz√§hlen muss (mein Fernausl√∂ser hat keine Anzeige der Zeit; sollte ich mir vielleicht mal g√∂nnen).

Die Belichtungszeiten habe ich im manuellen Modus eingestellt. Zur vorgew√§hlten Blende f/8 hatte zu Beginn (16:30 Uhr) noch Zeiten zwischen 3 und 15 s Aber es wird ja schnell dunkler und da waren dann doch Belichtungszeiten zwischen 80 und 150 s notwendig. Ich habe aber immer anhand des Histogramms gepr√ľft wie ich liege und habe dabei durchaus in Kauf genommen, dass Lichter in der Anzeige geblinkt haben. Ich wei√ü ja aus meinen Tests, dass ich einen guten Spielraum bis zur S√§ttigungsgrenze (Clipping) habe. Die √úberpr√ľfung am Computer mit RawDigger hat dann auch gezeigt, dass nur die hellen Lichter wie erwartet √ľber der S√§ttigungsgrenze lagen, was aber ja so gewollt ist.

F√ľr die Bildbearbeitung nutzt sowohl die Ulrike als auch ich Lightroom und Photoshop. Obwohl ich mit Photoshop noch Anf√§nger bin, muss ich doch feststellen, dass da die M√∂glichkeiten sehr viel umfangreicher sind als bei Lightroom. Bei Fragen benutze ich dann meine Suchmaschine und schaue mir passende Videos auf YouTube an, um mein Problem zu l√∂sen. Aber manches Mal sind kleine Textpassagen mit der Erkl√§rung auch schon hilfreich.

 

Bilder von Ulrike Wiese

Wilhelm hat schon das Wichtigste gesagt. Ich arbeite bei Langzeit-Aufnahmen ein bisschen aus dem Bauch heraus. Stelle alles auf manuell, allermeistens Blende 8 ‚Äď 11. Wenn viele Lampen drin sind auch ml Blende 18 ‚Äď 22, wegen des Sternen Effekts. Was man aber auch nicht √ľbertreiben soll. Die Zeit stelle ich dann nach Gef√ľhl ein, man bekommt da langsam eine gewisse Erfahrung. Ich habe ja die Fuji X-T3, also mit 1.5 Cropfaktor, habe nur mit meinem WW 10 ‚Äď 25 gearbeitet, das sind effektiv 15 mm als weiteste Spanne. Am Anfang der blauen Stunde waren es noch 1 ‚Äď 3 Sek, zur vollen blauen Stunde ca. 5 ‚Äď 8 Sek, sp√§ter dann, je nach Blenden√∂ffnung und Au√üenbeleuchtung zwischen 13 und 40 Sek. Bei der Scharfeinstellung nehme ich mir entweder ein passendes Licht in der N√§he der gew√ľnschten Sch√§rfeebene oder ich gehe auf manuell, Vergr√∂√üerung und stelle damit scharf. Mein gr√∂√ütes Problem bei der Entwicklung der Raw-Aufnahmen war, dass ich ganz am Anfang der D√§mmerung bzw. der blauen Stunde an den Kanten gegen den bl√§ulichen Himmel wei√üe Kanten erzeugte. Das hatte ich noch nie erlebt. Ganz schlimm bei der S/W-Umwandlung. Habe „Klarheit“ und „Sch√§rfen“ weggelassen, trotzdem. Da habe ich an 3 Bildern 4 Stunden gearbeitet. Vielleicht schaffen wir es gelegentlich, das Problem gemeinsam zu l√∂sen.

 

Fototour Bamberg
Markiert in:        

Ein Gedanke zu „Fototour Bamberg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu erm√∂glichen. Wenn du diese Website ohne √Ąnderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erkl√§rst du sich damit einverstanden.

Schließen